Wer kennt es nicht? Der Sommer steht bevor und in den warmen Monaten möchte man am Strand oder dem Pool eine optimale Figur abgeben, besonders an der Hüftregion. Doch leider spielt der eigene Körper nicht ganz mit: Über den Winter haben sich überschüssige Kilos an verschiedenen Körperregionen angehäuft, das ersehnte Waschbrett wähnt man in weiter Ferne.
Doch wie wird man dieses zusätzliche Gewicht, wieder los? Und noch viel wichtiger, wie wird man speziell Hüftspeck los? Das erfahren Sie hier.

Wozu brauchen wir Körperfett?

Vor allem die Hüftregion ist anfällig für erste Fettansätze. Doch woher kommen die Röllchen überhaupt?


In erster Linie erfüllt Körperfett den Zweck, Energie zu speichern und dem Körper in Notsituationen als Reserve zu dienen. Fett hält uns warm und schützt gleichzeitig den Körper. Die Wichtigkeit dieser Funktionen wird vor allem dann deutlich, wenn man die menschliche Evolution betrachtet. In der Steinzeit waren die Menschen darauf angewiesen, lange Phasen ohne Nahrung überstehen zu können, beispielsweise, wenn die Jagd nicht erfolgreich war. Darum speicherte der Körper alles, was er an Energie nur kriegen konnte.


Dieser evolutionär bedingte Mechanismus des Körpers ist aber für jene Menschen nachteilig, die ihr Hüftgold verlieren wollen.
Wo der Körper diese Fettdepots anlegt, ist neben den jeweiligen Lebensgewohnheiten sowie der Ernährung vor allem von genetischen Faktoren abhängig. Da Frauen einen höheren Körperfettanteil haben, sind sie auch für jede Form von Hüftspeck anfälliger als Männer.

Warum aber setzt das ungeliebte Fett gerade an den Hüften an?

Während der Schwangerschaft ist zusätzliches Fett in der Bauchregion ausgesprochen hinderlich. Daher siedelt es sich rund um die Hüftknochen an.
Männer wiederum haben sich eher mit Bauchfett herumzuschlagen. Auch ein verstärkter Fettansatz im Brustbereich ist weit verbreitet.

Gerade die Hüftpolster erweisen sich für gewöhnlich als besonders verlustresistent. Selbst Frauen, die regelmäßig Sport treiben, können mit dem Hüftgold zu kämpfen haben.
Das liegt nicht etwa daran, dass sie nicht ausreichend trainieren würden, sondern vielmehr an der falschen Herangehensweise. Wer nämlich am Bauch abnehmen möchte, für den reichen nicht nur anstrengende Sit-ups, Crunches und ähnliche Übungen. Was nützt schließlich ein perfekt gestähltes Sixpack, wenn es unter einer großzügigen Schicht Körperfett verborgen liegt.

Wie kann man den Hüftspeck loswerden?

Wer also dem Hüftspeck auf die Pelle rücken möchte, sollte nicht nur die Bauchmuskulatur durch isolierte Übungen beanspruchen. Stattdessen empfiehlt es sich, den gesamten Muskel- und Bewegungsapparat zu trainieren und auf eine leichte Ernährung umzusetzen.


Trainiert man ausschließlich eine Muskelregion, entsteht ein Ungleichgewicht im Körper, dass unter anderem die Knochen stark belasten kann.


Daher empfiehlt es sich, Muskelmasse über den gesamten Körper verteilt aufzubauen. So kann außerdem der Grundumsatz des Körpers gesteigert werden, wodurch die Fettverbrennung auch im Ruhezustand fortgeführt wird. Sobald der Körper mehr Energie verbraucht, als er zugeführt bekommt, geht er an seine Reserven, also das Hüftgold.

Nur gezielt an einer Stelle Fett loswerden geht das überhaupt?


Den Fettverbrauch kann man nicht gezielt anvisieren. Anzunehmen, das Fett am Bauch könne durch spezielle Bauchübungen zum Purzeln gebracht werden, ist selbstverständlich blödsinnig. Das Fett setzt an bestimmten Stellen zuerst an und wird dann in der umgekehrten Reihenfolge verbrannt. Das heißt in der Praxis Folgendes: Nimmt man zu, macht sich der Speck zuerst an den Hüften an, dann am Bauch und schließlich den Armen. Wer dann wieder abnimmt, wird dies zunächst auch an den Armen spüren. Das macht den Verlust des Hüftspecks zu einem schwierigen Unterfangen. Leider weiß der eigene Körper nicht, welche Fettpölsterchen man gerade als besonders störend empfindet.
Umso wichtiger ist allerdings der Grundumsatz.

Der Grundumsatz


Nur als Anhaltspunkt: Fast 80 Prozent des gesamten Stoffwechsels unseres Körpers macht der Grundumsatz allein aus. Je höher er ist, desto mehr Energie wird verbraucht und desto mehr Fett verbrennen wir auch, selbst dann, wenn wir keinen Sport treiben.
Geeignete Übungen, um die Fettverbrennung anzukurbeln, sind vor allem jene von hoher Intensität. Schwere Gewichte oder schnelle Sprints beanspruchen das Nervensystem des Körpers besonders und tragen so zum Verlust des Hüftspecks bei.
Gerade Kniebeugen und Kreuzheben sind daher geradezu prädestiniert zum Abnehmen.

Die richtige Ernährung zum Hüftspeck loswerden

Noch viel wirksamer als regelmäßiges Training ist eine ausgewogene Ernährung. Man geht davon aus, dass die Ernährung zum Abnehmen etwa 70 – 80 Prozent ausmacht, während Sport lediglich 20 Prozent beisteuert. Das liegt daran, dass der Prozess des Abnehmens eine einfache Formel ist: Wer mehr Energie verbraucht, als er zu sich nimmt, verliert an Gewicht. So einfach ist das, aufwendige Diäten mit exotisch klingenden Namen sind gar nicht nötig. Die Energie, die man dem Körper durch Essen zuführt, wird in Kalorien beziehungsweise Kilojoule angegeben. Um die Formel also anders auszudrücken: Wer mehr Kalorien verbrennt, als er aufnimmt, wird an Gewicht verlieren.


Ein durchschnittlicher erwachsener Mann hat einen täglichen Kalorienbedarf von 2200 bis 2500 Kalorien. Eine erwachsene Frau hingegen benötigt hingegen 1600 bis 1900 Kalorien täglich.
Beim Sport, selbst bei intensiven Betätigungen, kann man lediglich maximal 500 Kalorien (beispielsweise beim Squash oder Gewichtheben) pro Stunde verbrennen. So wird deutlich, weshalb der Ernährung die weitaus größere Bedeutung zukommt.

Wie sollte man seinen Kalorienbedarf reduzieren, um ideal Hüftspeck loswerden zu können?

Wer den eigenen Kalorienbedarf bestimmen möchte, sollte dazu auf spezielle Kalorienrechner zurückgreifen, die es zuhauf online oder als App zu finden gibt. Gleichzeitig lohnt es sich selbstverständlich, die tägliche Kalorienzufuhr zu tracken.
Um auf eine gesundheitsverträgliche Art und Weise abnehmen zu können, sollte man die tägliche Kalorienzufuhr um maximal 500 Kalorien reduzieren. So kann man recht schnell an Gewicht beziehungsweise Hüftspeck verlieren, ohne das eigene Wohlbefinden aufs Spiel zu setzen.

Ernährungstipps, um den Hüftspeck loszuwerden

Die eigene Kalorienzufuhr zu reduzieren ist leichter gesagt als getan. Mithilfe einiger Anhaltspunkte wird das Unterfangen aber deutlich einfacher.

1. Fertigprodukte aussortieren


Fertigprodukte wie Pizzen, Nudelgerichte und ähnliche enthalten Unmengen an Zucker, Farbstoffen und künstlichen Geschmacksverstärkern. Darüber hinaus sind sie reich an Fett, Kohlenhdyraten und Kalorien. Gleichzeitig haben sie wenig Eiweiß. Wer seinen Heißhunger also mit solchen Fertigprodukten stillt, wird nur für kurze Zeit gesättigt sein.

2. Zucker vermeiden


Doch auch der bereits erwähnte Zucker ist ein absoluter Stolperstein. Mehr als drei Viertel aller
verpackten Lebensmittel enthalten Zuckerzusätze.
Er treibt unseren Blutzucker in die Höhe, macht Heißhunger, beeinflusst die Geschmacksnerven und verunreinigt die Haut. Genug Gründe also, um den Zuckerkonsum zu minimieren.

3. Weißmehl streichen


Ein weiteres No-Go ist Weißmehl. Der menschliche Körper wandelt es nämlich im Dünndarm zu reinem Zucker. Weißmehl wird schnell verdaut, sodass man umgehend wieder Hunger bekommt.

4. Wasser hilft gegen Hüftspeck


Selbstverständlich gibt es aber auch Lebensmittel, bei denen Zugreifen erwünscht ist. Der erste Schritt ist aber tatsächlich, ganz einfach mehr Wasser zu trinken. Der menschliche Körper besteht zu etwa 80 Prozent aus Wasser und benötigt daher auch mindestens zwei Liter Flüssigkeit, um einwandfrei funktionieren zu können. Außerdem: Wer viel trinkt, hat weniger Appetit. Oftmals kann der Körper gar nicht zwischen Hunger und Durst unterscheiden und verleitet uns so zum Essen.

Welches Wasser ist das beste zum Abnehmen?


Am besten ist es schlicht und ergreifend, pures Wasser zu sich zu nehmen. Wem das auf Dauer zu langweilig ist, der kann Früchte in die Flasche legen, um etwas mehr Geschmack ins Spiel zu bringen.

5. Obst und Gemüse


Obst und Gemüse sind jedoch nicht nur im Zusammenhang mit Wasser wichtig. Neben vielen Vitaminen bieten sie auch den Vorteil, nur wenige Kohlenhydrate zu enthalten. Diese sind zwar unerlässlich, um dem Körper Energie zuzuführen, doch wird diese auch schnell verbraucht, sodass wieder ein Hungergefühl entsteht.
Stattdessen sollte man ernährungstechnisch auf Proteine setzen. Besonders eiweißhaltige Lebensmittel sind unter anderem Hühnchen, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse, Kerne oder Soja-Projekte.

Training zur Fettverbrennung an der Hüfte

Neben einer Umstellung der Ernährung sollte der Abnehmprozess mit sportlichen Übungen unterfüttert werden. So verbraucht der Körper noch mehr Energie und verbrennt dementsprechend auch mehr Fett.
Noch dazu baut der Körper Muskeln auf, die den Grundumsatz steigern, den Körper schützen und natürlich auch einfach gut aussehen.

Welches Training ist für Anfänger zum Hüftspeck abnehmen geeignet?


Die beste Gestaltung für Anfänger ist eine Mischung aus Muskeltraining und Ausdauersport. So bleibt das Training abwechslungsreich und beansprucht den Körper immer wieder aufs Neue. Für das Muskeltraining eignet sich das klassische Stemmen von Gewichten. Hier ist allerdings auf die korrekte Ausführung zu achten, um Verletzungen oder chronische Schäden zu vermeiden.

Eine Anmeldung im Fitnessstudio von Vorteil?

Wer sich beispielsweise im Fitnessstudio anmeldet, findet auch leichter Anschluss an Gleichgesinnte, was die Mission des Abnehmens noch einmal erleichtert.

Hüftspeck loswerden – mit Übungen für Zuhause

Ebenso wirksam ist es allerdings, einige Übungen in den eigenen vier Wänden auszuführen. Wenige Minuten reichen schon, um sichtbare Veränderungen an der Hüftregion zu erzielen. Auf diese Art und Weise lässt sich das Training kinderleicht in den Alltag integrieren, beispielsweise während eines Filmes oder in der Mittagspause.

Sofort umsetzbare Übungen zum Hüftspeck loswerden

Für den Ausdauersport bieten sich Joggen, Schwimmen oder Fahrradfahren an.


Das Beste: Wenn die Kilos purzeln und der Speck schwindet, kommen die Muskeln zum Vorschein, die man durch das Training aufgebaut hat. Tschüss Hüftgold, hallo Sixpack!

Tolle Übungen gegen den Hüftspeck

Vor der Trainingssession ist das richtige Aufwärmen unverzichtbar. Körper und Geist können sich so auf das Workout vorbereiten und das Verletzungsrisiko wird verringert.

Hier eine Auswahl nützlicher Übungen für Anfänger:

  • Seitliche Planks: In der Seitenlage wird der Unterarm so aufgestützt, dass der Ellbogen sich unter der Schulter befindet. Nun hebt man die Hüften nach oben und stützt sich auf diese Weise nur mit einem Fuß und einer Hand ab.
  • Sit-ups: Man legt sich auf den Rücken und winkelt die Beine an. Dann hebt man den Oberkörper vom Boden und senkt ihn mit geradem Rücken wieder ab.
  • Lift-ups: Auf dem Rücken liegend hebt man die Hüften nach oben. Die Fersen befinden sich genau unter den Knien. Die Arme liegen parallel zum Körper. Zuerst wird das rechte Bein angehoben, zur Brust gezogen und dann in die Ausgangsposition gebracht. Ohne das Bein abzulegen, winkelt man es an und senkt die Hüfte in einer Brücke zum Boden. Danach wird die Seite gewechselt.

Hüftspeck loswerden Fazit

Wer seinen Hüftspeck loswerden möchte, muss verstehen, dass man ungeliebtes Fett nicht gezielt nur an einer Stelle abbauen kann, egal ob durch Sport oder eine Diät.
Überhaupt gilt es zu würdigen, dass eine Diät auf lange Sicht keinen Erfolg bringen kann. Stattdessen ist eine dauerhafte Ernährungsumstellung vonnöten.